„Stoßende Finger“ ist der Name der dritten Form im Wing Tsun. Viele sehen darin eine Angriffsform. Dass dies nicht der Fall sein, haben wir bereits bei der Betrachtung der Chum Kiu gesehen.
Die Biu Tze setzt da an, wo die Chum Kiu aufhört und lehrt den Praktizierenden weitere, neue Bewegungsmuster. Diese sind hauptsächlich für noch nähere Distanzen gedacht, als die Bewegungsmuster der Chum Kiu. Während die Chum Kiu Bewegungsmuster überwiegend (aber nicht ausschließlich) für die Faust und Trittdistanz liefert, lehrt die Biu Tze das Verhalten in Ellbogen- Knie, Wurf- und Hebelreichweite. Zusätzlich kommen weitere Bewegungsmuster für die Schrittarbeit hinzu.
Die Biu Tze erfodert eine höhere Flexibilität in der Wirbelsäule, um Angriffe noch direkter um die gegnerischen Arme herum zum Ziel führen zu können.
Die Biu Tze liefert für sämtliche Bewegungen eine völlig neue Qualität. Folglich bewegt sich der Kämpfer mit beherrschen der dritten Form in einem Kampf ganz anders als jener, der lediglich die zweite Form beherrscht.
Der Name "stoßende Finger" ist irreführend. Bei einem "Fingerstich" ist die auftreffende Fläche in der Regel nicht die Finger, sonder die äußere Handkante. Dies alleine schon deshalb, weil das bevorzugte "Zielgebiet" der Angriffe für einen Wing Tsun Kämpfer auf "Biu Tze Niveau" der Hals ist. (Vorsicht: in der Selbstverteidigung ist rein rechtlich auf die Verhältnismäßigkeit der Mittel zu achten).
Donnerstag, 25. März 2010
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oh, Vorsicht! Es gibt zwei Techniken: Biu Tze Sau und Shat Geng Sau. Bei der Biu Tze Sau wird sehr wohl mit den Fingern zum Hals angegriffen. Bei Shat Geng Sau wird, wie du beschrieben hast, die Handkante benutzt.
AntwortenLöschenIm 7. Satz der Biu-Tze-Form wird am Ende Shat Geng Sau ausgeführt, ansonsten immer Biu Tze Sau.
Das ist nichts Neues!
AntwortenLöschenDas einige mit den Fingerspitzen den Hals angreifen wollen... ...bitteschön. Richtig ist es deshalb nicht:-)
Daher habe ich es hier auch explizit erwähnt.
Dein explizites Erwähnen wie auch Dein Kommentar geht davon aus, dass es falsch ist. Es gibt aber Situationen, in denen man mit Shat Geng Sau nicht zum Hals durchkommt, aber mit Biu Tze Sau schon.
AntwortenLöschen@anonym
AntwortenLöschenAch nein:-)!
Welche "Sau" auch immer durchkommt. Es ging mir darum, dass nicht die Finger treffen, sondern die Handkante... ...auch bei "Biu Tze Sau"!
@Michael:
AntwortenLöschenFalsch, bei Biu Tze Sau treffen die Finger, bei Shat Geng Sau trifft die Handkante. Wenn der Gegner bspw. mit engem Bong Sau steht, kommt man nicht mit der Handkante, weil zu wenig Platz ist.
Leung Ting hat eben zwei Bezeichnungen für zwei verschiedene Techniken eingeführt, das hatte schon seinen Sinn!
Wenn man nicht alles verstanden hat, sollte man sich nicht weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass das falsch wäre.
@anonym
AntwortenLöschenWenn Du nicht alles verstanden hast, was ich erklärt habe, solltest Du Dich nicht aus dem Fenster lehnen und behaupten das es falsch wäre:-)
Das Leung Ting bei Biu Tze mit den Fingern trifft halte ich für falsch. Das man bei dieser Technik auch mit der Handkante treffen kann hat überhaupt nichts mit dem Platz der vorhanden ist zu tun. Welche Bewegung entsteht hängt mit der Position des Ellbogens zusammen. Immer angepasst an die jeweilige Situation.
Ich habe schon verstanden, was du gesagt hast. Man schlägt nur mit Handkanten, nie mit Fingerspitzen. Leider ignorierst du einfach alles, was man versucht, dir zu erklären.
AntwortenLöschenDa du aber schon alles weißt, kann man dich ja auch was fragen:
Fakt ist, dass es zwei Techniken in der Biu-Tze-Form gint: Biu-Tze-Sau 標指手 und 殺頸手. Siehe Buch von Leung Ting namens "Biu Tze". Wo liegt denn bitte der Unterschied zwischen diesen beiden Techniken?
Wenn Platz nichts mit Durchkommen zu tun hat, warum passt dann eine Leiter nicht immer quer oder diagonal durch die Tür? Wieso muss man sie manchmal längs durch die Tür schieben? Kann es nicht sein, dass sich jemand hinter seinem angewinkelten Ellebogen verstecht und nur eine kleine Lücke den Weg zum Hals freimacht? Kann es dann nicht sein, dass eine Handkante, die einer schräg gestellten Leiter entspräche, nicht durch die Lücke, die der Tür entspräche, durchkommt?
@anonym
AntwortenLöschenIch ignoriere es doch nicht. Ich habe meine Meinung dazu gepostet. Der Vergleich mit der Leiter hinkt ein wenig, ich werde aber versuchen es für Dich mit diesem Bild weiter zu erklären.
Wenn Du die Leiter erstmal durch die Tür hast, spielt es keine Rolle ob Du jemandem den Fuß der Leiter oder die erste Sproße vor den Kopf haust:-)
Wenn der Fuß aber stabiler ist als die erste Sproße, solltest Du diesen nehmen.
Wenn Du genug Platz hast mit einem Fingerstoß durchzukommen, hast Du auch immer genug Platz mit der Handkante durchzukommen.
Die Fingergelenke sind einfach viel zu empfindlich, um damit einen ordentlichen Treffer zu landen, bei dem Du Dich nicht selbst verletzen würdest. Das echte Leben ist kein "Kill Bill" Film.
Es ist schön zu sehen wenn jeder mit seinen eigenen Getränken in den Tassen kommt und dem anderen einschenken mag. Trotzdem Danke
AntwortenLöschenBitte :-)
AntwortenLöschenIch schenke nur ein, wenn jemand eingeschenkt bekommen möchte :-)