Dienstag, 28. Dezember 2010

So werden Kettenfauststöße härter

Immer wieder wird in Wing Tsun Kreisen darüber diskutiert, ob die Anzahl der Fauststöße pro Zeiteinheit oder die Härte eines Fauststoßes wichtig ist. Eine Diskussion die meiner Ansicht nach längst überflüssig sein müsste.

Ich musste schon "Fauststoßwettbewerbe" miterleben, bei denen es um die maximale Anzahl von Fauststößen pro Minute ging. Was da zu sehen war, war eine unterirdisch schlechte Bewegungsqualität. Schuld daran sind sicherlich auch Behauptungen, dass im Wing Tsun zehn bis zwölf Fauststöße pro Sekunde abgefeuert werden können. Diese Behauptungen dienen wohl der Untermauerung der Überlegenheit gegenüber anderen Stilen. Leider führen Sie zu einem nicht ernstzunehmenden Gefuchtel mit den Armen, das in den meisten Fällen keine Wirkung zeigt. (Besonders lustig anzuschauen in Verbindung mit dem "Vorwärtsschrittgehoppel" siehe hier..http://wingtsuntraining.blogspot.com/2010/03/der-wt-vorwartsschritt.html.)
Vorzuziehen sind immer harte und kontrollierte Fauststöße. Die Kettenfauststöße verdeutlichen im Wing Tsun lediglich, dass Angriffe immer in einer ununterbrochenen, zusammenhängenden Bewegungsabfolge durchgeführt werden.
Härter werden die KFS, wenn Sie aus der Hüfte geführt werden und der Oberköper mitrotiert (Vgl. http://wingtsuntraining.blogspot.com/2010/03/der-typische-wt-fauststo.html). Dadurch, dass dann der gesamte Körper an der Bewegung beteiligt wird, sinkt automatisch die Schlagfrequenz. In einem Kampf ist es jedoch ohnehin unrealistisch, dass zehn Fauststöße hintereinander das Ziel treffen, da sich der Gegner (gerade wenn er getroffen ist) weiterbewegt.
Für das Training von Fauststößen gilt daher, lieber Qualität und Kraft Power der Bewegung betonen, als eine hohe Schlagfrequenz.

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